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NGG-Region aktiv im Projekt Grazil:

Arbeitsschutz und -gestaltung bei Leiharbeitseinsatz

 

 

Der Einsatz von Leiharbeitskräften hat sich in den letzten Jahren in den Unternehmen verstärkt. Die Betriebsräte stehen vor der Situation, dass sie zusätzlich zum Stammpersonal sich auch um die Interessen der im Betrieb eingesetzten Leiharbeitnehmer kümmern müssen.
Erschwerend kommt hinzu, dass für die Betreuung der Leiharbeitnehmer keine Standards vorhanden sind; vielmehr hat jeder Betriebsrat die für sich bestmögliche Regelung gefunden.
Es haben sich so sehr unterschiedliche Lösungen entwickelt. Den Arbeitgebern kommt dieser Umstand natürlich sehr gelegen, erleichtert es ihnen doch, ihre Interessen bezüglich des Einsatzes von Leiharbeitnehmern durchzusetzen.
Hier setzt der NGG-Leiharbeit-Arbeitskreis Aachen an. Erfahrungen im Umgang mit Leiharbeit werden ausgetauscht und mögliche regionale Aktivitäten besprochen. Teilnehmer im Arbeitskreis sind zur Zeit die Betriebsräte von Zentis, Kronenbrot, Pfeifer & Langen, Kinkartz, Lambertz, Lindt. Begleitet wird der Arbeitskreis durch das Beratungsunternehmen bsb-GmbH in Köln (www.bsb-seite.de) im Rahmen des Projektes „Grazil“ (Gestaltung, Umsetzung und Transfer von Instrumenten zum Ressourcenmanagement und zum Arbeitschutz im Rahmen eines zielgruppenbezogenen Ansatzes für Leiharbeitner/innen in Entleihunternehmen)(www.grazil.net).
Seine Aufgabe sieht der Arbeitskreis unter anderem darin, Anbieter von Zeitarbeit zu bewerten, gemeinsame Mindestanforderungen an Leiharbeit zu formulieren, die Einhaltung von gesetzlichen und tariflichen Bedingungen zu kontrollieren, den Austausch von Erfahrungen mit Zeitarbeitsunternehmen zu systematisieren und anderen Betriebsräten zugänglich zu machen.
Der NGG-Leiharbeit-Arbeitskreis kann schon auf erste Erfolge verweisen. So hat der Arbeitskreis einen Bewertungskatalog für die Anbieter von Zeitarbeit erstellt. (www.ngg-aachen.de) Die dort vorgenommene Bewertung hat bereits in Betrieben dazu geführt, das Zeitarbeitsunternehmen, die der Arbeitskreis schlecht bewertet hat, auf Drängen des Betriebsrats nicht mehr im Betrieb vertreten sind. Auch sind Übernahmen aus der Leiharbeit in das Stammpersonal verstärkt vorgenommen worden.
Der Kreis der Teilnehmer am NGG-Leiharbeit-Arbeitskreis ist nicht beschränkt. Jeder Betriebsrat ist willkommen, sich zu beteiligen und seine Ideen einzubringen. Je größer das Netzwerk der Betriebsräte wird, desto stärker kann gegen die schlechten Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern und der Aufspaltung der Belegschaft in Stammpersonal und Leiharbeitnehmern angegangen werden.
 
Projektleitung bsb GmbH, Köln
Ansprechpartner zum Leiharbeitskreis: Peter Mogga (NGG-Region Aachen) Tel: 0241-946740
 
Weitere Information zum Thema „Leiharbeit“ sind erhältlich unter
www.bmas.de (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
www.baua.de (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
 
 

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