Brot, altgemanischen „brauđa“, althochdeutschen „prôt“, mittelhochsdeutschen „brôt“ steht für „Gegorenes“.
Die damalige Berufsbezeichnung: „Beck“ - das ist die Kurzform für „Becker“. Oder das althochdeutsche Wort „phistur“, „pfistur“, „Pfister“ - abgeleitet aus dem lateinischen „pistor“, „pistorius“ - das ist die Berufsbezeichnung für Bäcker oder Müller.2) Der Pfister war aber auch Getreidehändler. Heute sind Pfister, Beck, Becker, Pistorius auch Familiennamen.
Das Bezeichnung „Pfisterei“ steht für eine Bäckerei mit eigener Mühle. Sie stand vorwiegend in Klöster, Höfe und war Gemeinschaftseigentum. Das Wort stammt aus dem althochscheutschen Wortschatz „phistrîna“, „phistrîn“, „phistira“.
Die Bäcker und andere Handwerker wurden zirka 710 nach Christus dem alemannischen Gesetz Pactus Alamannorum und Lex Alamannorum3) und in den Verordnungen von Kaiser Karl dem Grossen aus dem Jahre 812 nach Christus erwähnt. Das war die sogenannte Capitulare de villis.4) Darin ging es um Schutz und Förderung dieser Berufe. Zu der Zeit arbeiteten die Bäcker überwiegend als Leibeigene und Klosterknechte an den Backöfen.
Ab dem 10. Jahrhundert war der Bäcker ein freier Berufsstand. Sie hatten aber meistens keine eigenen Backöfen. Das Brot wurde in den städtischen Öfen gebacken. Und die mussten die Bäcker sich teilen.
Hafer, Gerste und Roggen waren die Getreidesorten, aus denen Brot gebacken wurde.Im achtzehnten Jahrhundert war das Brot aus Weizen reiner Luxus. Am Ende dieses Jahrhunderts entstanden die ersten Brotfabriken, weil die ersten Bäckereimaschinen eingesetzt werden konnten.